Ana-Marija Markovina

Pianistin

Vita

markovina_024„Wo man in diese Box hineinhört: das singt und perlt, rauscht und flüstert … das klingt insgesamt luzide und transparent, subtil im Pedal, (…). Vieles ist da: Geist und Witz, Spontaneität und Raffinement, Melancholie und Spritzigkeit.“
Concerti

„Ihr großer Klavierstil zeigte sich bei Franz Liszt, sie erinnerte hier an Paganinis virtuose Spielkunst, auf das Klavier übertragen.“
Westfälische Rundschau

„Dies ist ab sofort die erste Anlaufstelle, wenn es um die Klaviermusik des „für eine Legion geltenden“ Bach geht.
Fono forum

„Es ist sogar so, dass Markovina darauf im besonderen Maße herausarbeiten kann, was heute an Carl Philipp Emanuel wieder fasziniert – gerade das Experimentelle und Unausgeglichene nämlich, das Antiklassische.“
Die Zeit

Ana-Marija Markovina ist eine authentische und unkonventionelle Künstlerin. Der Klassikbetrieb ist zu einem harten Geschäft geworden, sie aber hat nie aus dem Blick verloren, dass Musik Freiheit braucht, die Lust am Unkalkulierbaren und am Wagnis. Für sie ist der Mensch hinter der Musik immer Vorbild. Schon im Alter von vier Jahren wollte sie unbedingt Pianistin werden. Ihr Klavierstudium führte sie nach Detmold, Weimar und Berlin. Während dieser Zeit erweiterte sie ihre Perspektiven durch intensive Auseinandersetzung mit der Kunst-, Kultur- und Weltgeschichte. Wichtige Impulse – wie die technische Perfektion der „Russischen Schule“ oder die Aneignung der Tradition der Wiener Schule – bekam sie von so bedeutenden Lehrern wie Vitaly Margulis, Anatol Ugorski und Paul Badura-Skoda.

Ana-Marija Markovina feierte umjubelte Konzerte mit vielen Orchestern in Deutschland, in Europa, Amerika und Asien, wie z.B. mit dem Oulu Symphony Orchestra, der Philharmonie Stettin, Philharmonie Königsberg, mit dem New Japan Philharmonic Orchestra. Ihr Japan-Debüt fand im Rahmen des Internationalen Piano Festivals in Yokohama statt, woraufhin sie in alle wichtigen Musikzentren Japans eingeladen wurde. Sie war u.a. Gast bei den Bach-Wochen Ansbach, beim Hamburger Bachfest, beim Schleswig-Holstein Musikfestival, beim Klavier-Festival Ruhr, Hohenloher Musiksommer, Beethovenfest Bonn, den Musikfesttagen in Frankfurt (Oder), den Brandenburgischen Sommerkonzerten, den Festspielen Europäische Wochen Passau, dem Internationalen Piano Stars Festival in Lettland, dem Festival do Estoril in Portugal.

Ihre ausgiebige Konzerttätigkeit als Solistin führt sie regelmäßig in die wichtigen Spielorte wie Philharmonie und Konzerthaus Berlin, Laeiszhalle Hamburg, Beethovenhalle Bonn, Prinzregententheater und Herkulessaal München, Liederhalle Stuttgart, Meistersingerhalle Nürnberg, Glocke in Bremen und viele andere. Im Ausland spielte sie in den großen Sälen von Wien, Rom, Mailand, London, Amsterdam, Luxemburg, Bukarest, Thessaloniki, St. Petersburg, Kiev, Taschkent, Managua, San Salvador, Panama City, Mexiko, Guatemala, San José, Chicago, Washington DC, Tokio, Kioto, Osaka, Nagoya, Sapporo usw.

Ihre Diskographie hält einige Überraschungen parat, so z.B. die Weltersteinspielungen der Gesamtklavierwerke von Hugo Wolf, Luise Adolpha Le Beau und Anton Urspruch (alle bei Genuin) sowie Engelbert Humperdincks vierhändige Fassung von Wagners „Parsifal“ (Gramola). Auch ist die Auseinandersetzung mit der musikalischen Welt Carl Philipp Emanuel Bachs von großer Bedeutung für Ana-Marija Markovina: Im Februar 2014 erschien zum 300. Geburtstag des Komponisten auf 26 CD’s ihre Einspielung des gesamten Klavierwerks bei Hänssler Classic und erzeugte sowohl national als auch international ein riesiges Medienecho. Die Aufnahme wurde weltweit begeistert als ein diskographischer Meilenstein gefeiert und erhielt im Mai 2014 den Preis der deutschen Schallplattenkritik.

Zahlreiche Rundfunk- und Fernseh-Aufnahmen in Deutschland, Nord- und Südamerika, Russland und Asien, Konzert-Mitschnitte und weitere CD-Produktionen (Sony Classical, Gramola, Marc Aurel, Hänssler Classic) vervollständigen ihr Profil und dokumentieren ihre unverwechselbare Handschrift.

Ana-Marija Markovina widmet sich mit großer Passion der pädagogischen Arbeit; ihre Meisterkurse in ganz Europa, Zentralasien, Russland und Mittelamerika ziehen eine große Anzahl von Teilnehmern an. Sie verfügt über ein außergewöhnliches Einfühlungsvermögen, was Persönlichkeit, den Ausbildungsstand und das Können der Studenten und Schüler betrifft.

Ein Hauptakzent ihrer Arbeit besteht in der Auslotung der Psychologie der Komponisten und in der Erforschung der Seele ihrer Werke. Im Rahmen dieser Arbeit steht sie in engem Kontakt zur internationalen Kreativitäts- und Hirnforschung. Zurzeit schreibt Ana-Marija Markovina an ihrem ersten Buch über die psychologischen, philosophischen und neuropsychologischen Grundlagen des Klavierspiels. Zusammen mit dem Bremer Musik- und Kulturpsychologen Prof. Dr. Helmut Reuter stellt sie in der Vortragsreihe „Psychologie und Musik“ die kulturpsychologische Bedeutung der Klavierwerke im Geist ihrer Zeit vor, und eröffnet damit dem Publikum eine ganz neue Sichtweise der musikalischen Interpretation und des Verständnisses der Werke.

Paul Badura-Skoda bezeichnete sie als eine der bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Generation.

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